Diese zumindest auf dem Zifferblatt unsignierte Herrenuhr zeigt sich im typischen Rennsport-Design der 70er Jahre. Das Innere des Bodendeckels verrät dann doch einen Hersteller, Itika Watch Swiss. Sie verfügt über ein PVD-beschichtetes Edelstahlgehäuse mit 41,5mm Breite, im Inneren tickt das noch heute produzierte Valjoux 7750. Alles funktioniert einwandfrei, der Chronograph nullt exakt. Datum und deutscher Wochentag können in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden, dies darf allerdings nicht zwischen 22 und 2 Uhr erfolgen. Der Zustand ist rundum gut, es findet sich hier und da etwas Abrieb in der Beschichtung, erneuert wurden das Mineralglas sowie das Racing-Lederband.
Mido ist eine Uhrenmarke, die Ihrer Designlinie seit den 60er Jahren stets treu geblieben ist. Dies gilt vor allem für die Reihen Commander und Ocean Star. Ein Exemplar aus dieser Serie liegt hier vor. Im Inneren des Vakuum-Containergehäuses werkelt das äußerst flache Automatikkaliber Mido 1117PC. Der Erhaltungszustand des Gehäuses ist gut und unpoliert, die Rückseite zeigt leichte Spuren eines Perlonbands. Das Datum wird in einem großen Fenster angezeigt, es kann durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr schnellverstellt werden. Das Glas wurde erneuert, die Minuterie ist original, die Krone ebenfalls. An den 18mm breiten Stegen befindet sich derzeit ein stilistisch sehr gut passendes Vintage-Edelstahlband, es wurde ultraschallgereinigt und ist über die Schließe variabel verstellbar.
Hierbei handelt es sich um den König der Taucheruhren, zumindest wenn es nach der japanischen Marke Orient geht. Die Abmessungen sind selbst für die 70er Jahre „königlich“, über 42mm Breite verlangen schon nach einem entsprechenden Handgelenk. An den 22mm breiten Stegen befindet sich ein neues schwarzes Rally-Lederband. Die innenliegende Taucherlünette ist über die untere Krone drehbar, der obere Drücker verstellt das Datum, beim englischen Wochentag funktioniert dies durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr. Am Gehäuse finden sich ein paar Gebrauchsspuren, Zifferblatt und Zeiger sind sehr gut erhalten. Das hauseigene Kaliber Orient 1942 hat konstruktionsbeding übrigens keinen Handaufzug, also muss man die Uhr vorm Tragen etwas anschütteln.
Die sächsische Kleinstadt Glashütte ist heute jedem Uhrenkenner ein Begriff, dort werden schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts hochwertige Zeitmesser hergestellt. Das vorliegende Exemplar stammt aus dem Jahr 1960. Warum man das so genau bestimmen kann, obwohl bei GUB weder die Werks- noch die Gehäusenummer dafür taugen? Ganz einfach, der Uhr liegen die originalen Kaufpapiere bei, die mit der Gehäusenummer übereinstimmen. Demzufolge erfolgte die Produktion bzw. die Abnahme der Gütekontrolle im März 1960, der Verkauf fand im Juli desselben Jahres in Leipzig statt. Der Kaufbon (man beachte die Rückseite) ist zerrissen, eventuell weil die Garantie abgelaufen ist. Alle Lagerstellen des GUB 60.1 wurden gereinigt und geölt, die Gangwerte sind gut. Zifferblatt und Gehäuse haben etwas Patina bzw. Gebrauchsspuren, erneuert wurden Glas, Krone und Armband.
Lanco ist eine Tochterfirma von Tissot, daher verwundert es nicht, dass in vorliegendem Exemplar ein hauseigenes Automatikkaliber vom Typ 2481 tickt. Es handelt sich um eine Taucheruhr aus den 70er Jahren, die im 39mm breiten Gehäuse versenkte Lünette ist beidseitig drehbar, der Zustand rundum gut. Die Datumsanzeige kann durch Druck auf die erneuerte Krone schnellverstellt werden, an den 22mm breiten Stegen befindet sich ein schwarzes Rally-Lederband.
Diese Certina stammt aus der Reihe Argonaut, ihr 35mm breites Edelstahlgehäuse wirkt durch die quadratische Form am Arm deutlich (!) größer als es die Zahl vermuten lässt. Der Zustand ist rundum gut, es finden sich ein paar Gebrauchsspuren, u.a. am Bodendeckel. Das mattschwarze Zifferblatt hat dezente rote Zwischenstriche in der Minuterie, alle Lagerstellen des hauseigenen Kalibers 25-661 wurden gereinigt und geölt, die Gangwerte sind sehr gut. Das Datum kann durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden.
Hierbei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Dienstuhr des deutschen Reichsluftfahrtministeriums aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Der Uhrenproduzent Jakob Aeschbach erwarb 1933 eine 9-prozentige Beteiligung an der Glashütter Firma UROFA (Quelle Watch-Wiki), in der vorliegenden Uhr tickt deshalb auch das legendäre „Raumnutzwerk“ 581. Der originale Stahlboden ging im Laufe der Zeit offenbar verloren, durch den nun verbauten Plexiglasboden kann man die Funktion der Mechanik bewundern. Der neue Boden sitzt (gepresst, nicht geklebt!) bündig und perfekt, er dichtet die Uhr genauso staubsicher ab wie es der Stahlboden einst getan hat. Eine Wasserdichte war auch mit diesem nicht gegeben und nie vorgesehen, die Uhr wurde für das fliegende Personal der Luftwaffe konstruiert. Der Zustand ist für das Alter rundum gut, das Gehäuse hat etwas Kantenabrieb, das Blatt leichte Patina, die Leuchtmasse der Zeiger wurde offenbar erneuert. Aufgrund der festen Stege fiel die Bandwahl auf ein glattes schwarzes Clip-Leder aus deutscher Produktion.
Das auch Automat genannte Kaliber GUB 67.1 ist der Vorläufer der Spezimatic-Serie, es wurde in den 1960er Jahren gefertigt und die Uhren hatten zumeist ein sehr elegantes Design, welches von der Marke Glashütte Original bis heute unter der Reihe „Sixties“ aufgegriffen wird. Vorliegendes Exemplar ist ein perfektes Beispiel dafür und befindet sich zudem in schönem Zustand. Blatt und Zeiger sind von Patina fast völlig verschont geblieben, das Gehäuse hat minimalen Goldabrieb und leichte Kratzer am oberen linken Steg. Es handelt sich zudem um die für diesen Kalibertyp seltene Version mit 36mm Breite. Die Datumsanzeige ist durch Wechsel zwischen 20 und 24 Uhr schnellverstellbar. An die 18mm breiten Stege wurde ein hochwertiges braunes Lederband montiert.
Das ETA 2824-2 ist immer noch ein Zugpferd der modernen Schweizer Uhrenindustrie, gebaut wird es bereits seit dem Jahr 1982. Aus diesem Jahrzehnt stammt auch vorliegende Herrenuhr von Regent/Osco. Beim Werk handelt es sich noch um die frühe Version ohne Sekundenstopp, die Gangwerte sind sehr gut, das Datum kann bereits in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden. Das vergoldete Edelstahlgehäuse hat minimale Abriebspuren, mit 40mm inkl. Kronenschutz ist es relativ groß dimensioniert. Erneuert wurden das Mineralglas sowie das dunkelbraune Lederband.
Bei dieser Raketa muss man anfangs zweimal hinschauen, bis man sich an das richtige Ablesen der Uhrzeit gewöhnt hat. Denn ihr Zifferblatt zeigt volle 24 Stunden, der Stundenzeiger macht also nur eine Umdrehung pro Tag. Drehen kann man auch die innenliegende Lünette, die farbigen Bereiche könnten Stunden zur Wachablösung in der Seefahrt symbolisieren. Der Zustand der Uhr ist rundum sehr gut, sie wurde offensichtlich selten getragen. Die Bandwahl fiel auf ein schwarzes Leder.
Das militärisch geprägte Design dieser Adora mit schwarzem Zifferlblatt und arabischen Leuchtzahlen wird lediglich von einer kleinen silberfarbenen Sekunde durchbrochen, die zudem noch ein feines Rillenmuster ziert. Am verchromten Gehäuse findet sich etwas Abrieb, im Inneren tickt das bewährte Schweizer Handaufzugskaliber AS 1130. Passend zum Stil fiel die Bandwahl auf ein khakifarbenes Textil, andere Farben wie schwarz, grau oder oliv sind ebenfalls möglich.
Auf der Suche nach einer möglichst flachen Automatikuhr entwickelten die Konstrukteure bei Buren Ende der 50er Jahre das Kaliber 1000A, dessen Selbstaufzug über einen sogenannten Mikrorotor geschieht. Mit seiner Rotvergoldung ist das Werk zudem eine absolute Augenweide. Vorliegend tickt es in einer Dugena Super in zeitlos schlichtem Design. Ihr champagnerfarbenes Zifferblatt verfügt über einen feinen Sonnenschliff, die Zeiger haben eine klassische Dauphineform. Die Uhr befindet sich rundum in gutem Erhaltungszustand, das Gehäuse zeigt kaum Goldabrieb. Erneuert wurden Glas und Armband, die Wahl fiel auf ein dunkelbraunes Leder.
Das champagnerfarbene Zifferblatt dieser Herrenuhr der Marke Glashütte aus der ehemaligen DDR ziert ein interessant geformter Index auf der 12, entfernt erinnert das Design an ein Segelboot. Das Blatt hat eine einzigartige Patina, die Zeiger und alle Indizes erstrahlen noch in vollem Goldglanz. Das ebenfalls vergoldete Gehäuse zeigt ein paar Gebrauchsspuren, im Inneren tickt das Manufakturkaliber GUB 70.1. Erneuert wurden Glas, Krone sowie das mittelbraune Lederband.
Diese Uhr aus dem Hause Poljot ist dem Seefahrer und Entdecker Christoph Kolumbus gewidmet. Man kann sie auf das Jahr 1992 datieren, dem 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas, das schwarzglänzende Zifferblatt ziert ein Segelschiff. Mit der oberen Krone kann der Wecker aufgezogen und gestellt werden, wird der rote Weckzeiger vom Stundenzeiger erreicht, ertönt ein lautes Rasseln. Erneuert wurde lediglich das schwarze Lederband, der Zustand ist sonst nahezu neuwertig, es finden sich kaum Gebrauchsspuren.
Die Firma Consul wurde laut Markenportal Mikrolisk 1905 im schweizerischen La Chaux-de-Fond registriert. Vorliegend handelt es sich um eine klassische Herrenuhr aus den frühen 70er Jahren, ihr Stil ist zurückhaltend elegant und wird von silbernen Farbtönen bestimmt. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, es zeigt ein paar Gebrauchsspuren. Im Inneren tickt ein FHF 72 Handaufzugskaliber, signiert als Consul 128. Glas und Armband wurden erneuert, an den 18mm breiten Stegen befindet sich ein schwarzes Leder.
Diese Para besitzt das gleiche Gehäuse wie die legendäre Stowa Seatime aus den 60er/70er Jahren, sie hat also eine Druckdichte von (ehemals) 200 Metern, was sie zu einer „echten“ Taucheruhr macht. Das schwarze Zifferblatt ist dabei für eine Taucheruhr sehr minimalistisch designt, nur auf der 12 findet sich ein Zahlenindiz, alle anderen sind als Striche ausgeführt, auch die Zeiger präsentieren sich eher dezent. Die drehbare Lünette hat am Rand etwas Abrieb, ansonsten ist der Zustand gut, das Edelstahlgehäuse ist unpoliert mit allen Originalschliffen. Im Inneren tickt ein robustes ETA 2472 Automatikkaliber, die Datumsanzeige ist durch Wechsel zwischen 21 und 24 Uhr schnellverstellbar. An den 19mm breiten Stegen befindet sich ein neues Kautschukband im Tropic-Stil.
Mit 44mm Breite ohne Krone ist dieser Seiko-Chronograph mit Spitznamen "UFO" eines der größten Modelle der Baureihe 6138. Man kann der Uhr gemäß Seriennummer als Bauzeitpunkt den November 1974 zuordnen. Sie befindet sich rundum in schönem und vor allem originalem Erhaltungszustand, einzig das Mineralglas wurde erneuert. Das Gehäuse ist unpoliert, das ebenfalls originale Stahlband bis 20cm Gelenkumfang tragbar. Alles funktioniert einwandfrei, die Zeiger nullen exakt. Wochentag (Englisch/Kanji) und Datum lassen sich in Kronenstufe 1 schnellverstellen.
Diese Monvis war einst 20 Atmosphären (200 Meter) druckdicht, was sie zu einer „echten“ Taucheruhr macht. Damit sich die vollständig aus Edelstahl bestehende Lünette beim Tauchgang nicht unabsichtlich verstellt, kann man sie mit der Krone auf 4 Uhr arretieren, ähnlich wie bei der Yema Superman. Die obere Krone ist verschraubbar, mit ihr stellt man in Stufe 1 das Datum und ganz gezogen die Uhrzeit. Der Zustand ist rundum gut, alle Schliffe sind original, poliert wurde lediglich das Glas. Auf Zeigern und Zifferblatt finden sich dezent rote Farbakzente um das Design etwas aufzulockern. An die 18mm breiten Stege wurde ein Kautschuk im Tropic-Stil montiert.
Hierbei handelt es sich um ein Stück Zeitgeschichte, einer Dienstuhr der deutschen Luftwaffe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Sie stammt vom deutschen Hersteller ZentRa, das Werk ist ein als ZentRa 344 signiertes Schweizer Handaufzugskaliber AS 1130, bereits mit Stoßsicherung, wie es für diesen Einsatzzweck vorgeschrieben war. Auf dem Bodendeckel findet sich die im Soldbuch des Trägers vermerkte Seriennummer, da hinter dieser kein „H“ steht, handelt es sich um eine Uhr der Luftwaffe und nicht des Heeres. Das Werk erzeugt stabile Gangwerte, alle Lager wurden gereinigt und geölt. Das Gehäuse zeigt deutliche Spuren der Zeit, die Verchromung ist an vielen Stellen abgerieben, das Blatt hat Patina. An die 18mm breiten, festen Stege wurde ein schwarzes Durchzugsband aus Leder montiert.
Die Reihe Lord-Matic platziert sich im oberen Mittelfeld des Produktsortiments von Seiko. Die Werke waren trotz ihrer flachen Bauweise sehr ganggenau. Vorliegendes Exemplar mit dem Beinamen „Special“ wurde wahrscheinlich für den heimischen Markt in Japan produziert, die Sprache der Wochentagsanzeige ist wahlweise Englisch oder Kanji. Sie kann wie das Datum in Kronenstufe 1 schnellverstellt werden. Der Zustand ist rundum gut, das Edelstahlgehäuse wurde leicht aufpoliert, das Lederband erneuert. Gemäß der Seriennummer wurde die Uhr im Dezember 1974 produziert. Beim gewölbten Glas handelt es sich um Mineral, das darunter befindliche metallicblaue Zifferblatt erzeugt speziell im Gegenlicht einen wunderbare, auf Fotos kaum festzuhaltenden Effekt.
Der Beiname Set-O-Matic bezieht sich bei dieser Bulova wohl auf die Möglichkeit, sowohl das Datum als auch den Wochentag (wahlweise englisch oder französisch) in Kronenstufe 1 schnellverstellen zu können. Die Krone ist mit dem Markenlogo signiert, abgesehen vom erneuerten Armband ist alles an der Uhr original. Am vergoldeten Gehäuse findet sich noch kein Goldabrieb, das als Bulova 1133.10 signierte Automatikkaliber ETA 2879 ist ebenfalls vergoldet. Sowohl auf Werk als auch Gehäuse findet sich die Signatur N7, dies ordnet der Uhr als Bauzeitpunkt das Jahr 1977 zu.
Hierbei handelt es sich um eine frühe Version des Poljot Sturmanskie Chronographen, sie verfügt anders als die später produzierten Exemplare über eine fortlaufende Seriennummer und stammt höchstwahrscheinlich noch aus den 1980er Jahren. Die Uhr befindet sich in sehr gutem Zustand, am verchromten Gehäuse findet sich keinerlei Abrieb, das Originalglas wurde poliert. Das Kaliber 3133 läuft in allen Funktionen einwandfrei, das Datum ist durch Wechsel zwischen 23 und 24 Uhr schnellverstellbar. Beim Band fiel die Wahl auf ein hochwertiges graues Leder mit Alligatorprägung und Kautschuk-Unterseite.
Als Chronometer bezeichnet man eine besonders gangenaue Uhr, deren tägliche Abweichung im Rahmen von minus 4 bis plus 6 Sekunden liegt. In den 1950er Jahren war so etwas bei Armbanduhren extrem selten und nur wenige namhafte Marken hatten entsprechende Exemplare im Sortiment, zumal mit Automatikaufzug. Dazu zählte die Schweizer Manufaktur Eterna-Matic, die mit dem Kaliber 1422U ein chronometerfähiges Werk produzierte. Vorliegendes Exemplar ist eine Mariage, die originale Kombination aus Zifferblatt, Zeigern und Werk wurde in ein nicht von Eterna stammendes Vintage-Gehäuse eingebaut. Die Optik ist stimmig, das schwarze Zifferblatt passt von der Größe perfekt und das Werk wurde korrekt mit Briden befestigt. Die Krone ist scheinbar auch noch original und mit dem Markenlogo versehen. An den 18mm breiten Stegen befindet sich ein neues schwarzes Lederband. Das Datum kann durch Zug an der Krone schnellverstellt werden und ist wie das Zifferblatt ebenfalls schwarz.
Bei Syntakt handelt es sich laut Mikrolisk um eine Handelsmarke der Tellus-Uhr-Gemeinschaft deutscher Uhrmacher, registriert am 18.6.1937 in Frankfurt am Main. Unter diesem Label wurden Uhren in verschiedenen Güteklassen produziert, wobei hier mit „Luxus“ die höchste vorliegt. Dies zeigt sich aber auch beim Blick aufs Uhrwerk, denn mit dem Valjoux VZ Chronographenkaliber wurde damals wirklich ins oberste Regal gegriffen. Es liegt in der Version mit anglierten Kanten vor und ist einfach nur eine absolute Augenweide. Die Gangwerte sind perfekt, die Drücker lassen sich dank Schaltrad wunderbar knackig bedienen, alles funktioniert einwandfrei. Mit 32,5mm ist das Gehäuse vergleichsweise kompakt, die Maße sind für eine Herrenuhr der 30er Jahre aber absolut stimmig. Das Zifferblatt präsentiert sich im Stil des Art déco, alle Zeiger sind gebläut. Einziger Wehrmutstropfen und der Grund warum es eine Uhr mit diesem hochwertigen Kaliber hier quasi zum Schnäppchenpreis gibt – die obere Bandstegaufnahme wurde vor wahrscheinlich sehr langer Zeit etwas unfachmännisch repariert und leicht schief angelötet. Ich kann keine Garantie auf die Festigkeit dieser Konstruktion geben, habe die Uhr aber selbst mehrere Tage problemlos getragen. Mit einem so alten Exemplar ohne Stoßsicherung sollte man allerdings prinzipiell vorsichtig umgehen. Montiert ist derzeit ein 18mm breites Perlonband, das sowohl zeittypisch ist und auch vom Design gut passt.